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Informationen zum EETS

Elektronisches Register für den europäischen elektronischen Mautdienst (EETS) in der Bundesrepublik Deutschland

Der europäische elektronische Mautdienst (EEMD oder im Englischen EETS) hat zum Ziel, dessen Nutzern den Zugang zum mautpflichtigen europäischen Straßennetz mit nur einem Vertrag und nur einem Bordgerät eines EETS-Anbieters zu ermöglichen. Dieser Mautdienst ergänzt die nationalen elektronischen Mautdienste der Mitgliedstaaten und gewährleistet, dass die in den Mitgliedstaaten bereits vorhandenen und die künftig eingeführten Mautsysteme für EETS-Nutzer gemeinschaftsweit interoperabel sind.

Auf der Grundlage der Richtlinie 2004/52/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über die Interoperabilität elektronischer Mautsysteme in der Gemeinschaft und der Entscheidung 2009/750/EG der Kommission vom 6. Oktober 2009 über die Festlegung der Merkmale des europäischen elektronischen Mautdienstes und seiner technischen Komponenten schaffen die Mitgliedstaaten die Voraussetzungen für die Einführung des EETS in ihren EETS-Gebieten.

Die erforderlichen Anpassungen des nationalen Rechts (Anpassungen des Mautsystemgesetzes und des Bundesfernstraßenmautgesetzes) an die zwingenden europarechtlichen Vorgaben wurden mit dem Gesetz zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften hinsichtlich der Einführung des europäischen elektronischen Mautdienstes (BGBl. I, S. 1980), das am 13. Dezember 2014 in Kraft getreten ist, vorgenommen. Im Gesetz sind alle den Mitgliedstaaten zugewiesenen Aufgaben geregelt und alle Regelungen enthalten, die von EETS-Anbietern in Deutschland zu erfüllen sind.

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist durch das Gesetz als zuständige Verwaltungsbehörde für den EETS in Deutschland bestimmt worden. Das BAG führt das nationale elektronische Register für den EETS (EETS-Register) gemäß den Vorgaben von Artikel 19 der Entscheidung 2009/750/EG und § 21 Mautsystemgesetz (MautSysG). Es trägt für die Aktualisierung des EETS-Registers Sorge. Das Register besteht aus zwei Teilen:

  • Teil A: Informationen und Vorgaben zum EETS-Gebiet BFStrMG
  • Teil B: in der Bundesrepublik Deutschland registrierte EETS-Anbieter

Alle auf Anfrage erhältlichen Dokumente werden über das Kontaktformular kostenfrei per E-Mail übermittelt. Dazu zählen derzeit:

1. der Leitfaden für das Registrierungsverfahren als EETS-Anbieter in Deutschland

Um als EETS-Anbieter an der Mauterhebung in der Bundesrepublik Deutschland mitzuwirken, muss in einem ersten Schritt das Registrierungsverfahren durchlaufen werden. Das Registrierungsverfahren wird mit Eingang des Antrages auf Registrierung beim Bundesamt für Güterverkehr eingeleitet. Dem Antrag sind die Nachweise der Registrierungsvoraussetzungen gemäß § 5 MautSysG beizufügen. Die erfolgreiche Registrierung verleiht das Recht auf den Eintritt in das Zulassungsverfahren.

2. nachfolgende Schnittstellenspezifikationen

DSRC-Schnittstelle

  • Spezifikation der „SST 301 - DSRC-Schnittstelle zwischen einem Bordgerät und der straßenseitigen Ausrüstung (Road Side Equipment – RSE) im Mautgebiet BFStrMG“ – Version 2.1 vom 12.06.2018.

Schnittstellen zum EETS-Anbieter

  • Schnittstelle „SST 001 – Blacklist“ – Version 4.1 vom 28.07.2016
  • Schnittstelle „SST 002 – Nutzerlisten“ – Version 4.3 vom 17.01.2017
  • Schnittstelle „SST 003 – Mautbasisdaten“ – Version 3.0 vom 14.06.2018
  • Schnittstelle „SST 006 – Abschnittsbezogene Erhebungsdaten“ – Version 4.2 vom 02.09.2016
  • Schnittstelle „SST 007 – Mautbuchungsnachweise“ – Version 4.3 vom 17.01.2017
  • Schnittstelle „SST 008 – Tagesbericht“ – Version 4.3 vom 14.02.2017
  • Schnittstelle „SST 013 – Überwachungsreports“ – Version 1.0 vom 20.08.2014
  • Schnittstelle „SST 016 – Technischer Zustand eines Bordgerätes (EETS)“ – Version 1.3.0 vom 21.04.2017
  • Schnittstelle „SST 004 – Trustobjects“ – Version 4.4 vom 18.12.2017
    wird erst nach Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung übermittelt, die auch über das Kontaktformular angefordert werden kann.

Dokumente zu den Schnittstellen

  • „XSD-Dateien“ – Version 4.5 vom 14.06.2018
  • „XSD-Datei SST 004“ - Version 4.5 vom 13.07.2018

  • Das Dokument „Übergreifende Aspekte“ – Version 4.3 vom 14.02.2017 enthält übergeordnete Aspekte zu den Schnittstellen (u.a. Randbedingungen für Web-Service-Schnittstellen, Lieferverfahren über Web-Services).

  • Das „Rahmendokument EETS-Schnittstellen“ – Version 5.4 vom 23.07.2018 (vormals „Änderungshistorie der Spezifikationsdokumente der Schnittstellen zum EETS-Anbieter“)

    Das „Rahmendokument EETS-Schnittstellen“ ist ein übergeordnetes Dokument über alle Spezifikationsdokumente der Schnittstellen zwischen einem EETS-Anbieter und dem Mauterheber. Es beinhaltet einen Überblick über die verschiedenen Schnittstellenspezifikationen und ihre jeweilige Versionshistorie, in der die wesentlichen Änderungen zwischen den Versionen dargestellt werden. Weiterhin werden in dem Dokument zulässige Kombinationen der einzelnen Schnittstellenversionen beschrieben und daraus „EETS-Schnittstellen Gesamtversionen“ gebildet, die vom EETS-Teilsystem des Mauterhebers unterstützt werden. Zu den einzelnen „EETS-Schnittstellen Gesamtversionen“ wird im Rahmendokument EETS-Schnittstellen festgelegt, zu welchen Zeitpunkten ihre jeweilige Gültigkeit beginnt und in welchen Zeiträumen sie vom EETS-Teilsystem des Mauterhebers unterstützt werden.“

  • „Glossar“ – Version 2.2.1 vom 18.12.2012 – Glossar zu den Schnittstellen

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