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Unternehmen, die nicht unter die Regelung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fallen, müssen zum Nachweis der grundsätzlichen Förderfähigkeit so genannte "Anreizeffekte" nachweisen. Dies soll in Form einer Analyse geschehen, die dem Antrag beigefügt werden muß. Wie muss diese Analyse aussehen bzw. gibt es eine vorgeschriebene Form?

Nein, die geforderte Analyse ist nicht formgebunden.

Der Nachweis muss anhand geeigneter betrieblicher Unterlagen nachvollziehbar erfolgen. Die nachweisbaren alternativen Kriterien beschreibt die Förderrichtlinie ""Aus- und Weiterbildung"" unter Ziffer 4.2 Buchstaben a) - d).

Was geschieht, wenn die im ursprünglichen Antrag veranschlagten Kosten nicht genau eingehalten werden können?

Sollten die tatsächlich entstandenen Kosten nach Durchführung der Maßnahmen höher sein als die im Förderantrag aufgeführten Nettokosten, wird höchstens die im Zuwendungsbescheid festgelegte Bewilligungssumme (Förderhöchstbetrag) gezahlt. Kosten- bzw. Preissteigerungen nach Antragstellung gehen also zu Lasten des Antragstellers. Ein Anspruch auf eine nachträgliche Erhöhung der Zuwendung besteht nicht.

Sind dagegen die tatsächlich entstandenen Kosten geringer als die im Förderantrag genannten voraussichtlichen Nettokosten, werden auch nur die tatsächlichen Kosten als Zuwendungsbetrag gezahlt.

Nach dem Wortlaut der Nummer 3.1 der Förderrichtlinien "De-minimis" und "Aus- und Weiterbildung" muss das antragsberechtigte Unternehmen Halter oder Eigentümer von zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassenen schweren Nutzfahrzeugen sein. Welche Voraussetzungen müssen diese Fahrzeuge erfüllen?

Das zulässige Gesamtgewicht der Kraftfahrzeuge (Motorfahrzeuge) muss mindestens 12 t betragen und die Fahrzeuge müssen ausschließlich für den Güterkraftverkehr bestimmt sein.

Sofern beispielsweise sogenannte selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Unimogs oder Traktoren nicht ausschliesslich zur Güterbeförderung dienen, gelten sie auch nicht als schwere Nutzfahrzeuge im Sinne dieser Förderrichtlinien.

Kann das Unternehmen mit den Weiterbildungsmaßnahmen schon vor Eingang des Zuwendungsbescheides beginnen ?

Ja. Das antragstellende Unternehmen erhält per Email eine Bestätigung über den Eingang des Förderantrags (ausgenommen handschriftlich ausgefüllte Anträge oder Anträge mit falscher bzw. fehlender Emailadresse.)
Nach Erhalt der Eingangsbestätigung kann mit den Weiterbildungsmaßnahmen begonnen werden (nicht jedoch vor dem 1. Januar).

Unter dem Beginn einer Weiterbildungsmaßnahme versteht man grundsätzlich den Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Leistungsvertrages (Vertragsabschluss mit Weiterbildungsträger).

Die Eingangsbestätigung des Bundesamtes begründet keinen Rechtsanspruch auf die Bewilligung und Auszahlung einer Zuwendung.

Der Antragsteller schließt 2009 einen Rahmenvertrag zur Weiterbildung im Sinne des BKrFQG ab. Die Antragstellung und Bewilligung erfolgt ordnungsgemäß nach Vorgabe der Richtlinie in der Förderperiode 2009. Kann der Antragsteller in den Folgejahren erneut einen Antrag stellen und sich auf den im Jahr 2009 abgeschlossenen Rahmenvertrag berufen ?

Nach dem Willen des Gesetzgebers soll für die Qualifizierungspflichtigen die Möglichkeit bestehen, die Weiterbildungen im Sinne des BKrFQG bereits ab dem Jahre 2009 zu beginnen und über den Zeitraum (bis bspw. 2014) zu verteilen, so dass beispielsweise ein Modul pro Jahr geschult wird. Ziel sollte es sein, Enpässe (in 2014) bei den Fortbildungseinrichtungen zu vermeiden. Damit einhergehend muss auch die Möglichkeit bestehen, mit Weiterbildungsträgern Rahmenverträge über mehrere Jahre abzuschließen. Diese sollen dann auch entsprechend gefördert werden.

Kann eine Förderung auch für die Qualifizierungsmaßnahmen nach dem "Gesetz über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güterkraft- oder Personenverkehr" (BKrFQG) beantragt werden? (Grundschulung und Weiterbildung des Fahrpersonals)

Ja, diese können grundsätzlich gefördert werden.

Achtung: Es handelt sich hierbei um Weiterbildungen. Bitte verwenden Sie den Antrag auf Weiterbildung.

Welche Auswirkungen hat es, wenn der Antragsteller nicht alle Maßnahmen im Bewilligungszeitraum umsetzt?

Fördermittel werden nur für bewilligte Maßnahmen ausgezahlt, die im Bewilligungszeitraum (i.d.R. das Kalenderjahr, bei Ausbildungen Dauer der Ausbildung) auch tatsächlich durchgeführt wurden. Bewilligte Maßnahmen, die nicht bzw. nicht im entsprechenden Zeitraum abgeschlossen sind, werden auch nicht gefördert.

Kann das Unternehmen mit der Ausbildungsmaßnahme schon vor Eingang des Zuwendungsbescheides beginnen ?

Ja, das antragstellende Unternehmen erhält eine Bestätigung über den Eingang des Förderantrags beim Bundesamt. Nach Erhalt der Eingangsbestätigung (jedoch frühestens ab 01. Januar) kann ein Ausbildungsvertrag geschlossen werden.

Die Eingangsbestätigung des Bundesamtes begründet jedoch keinen Rechtsanspruch auf die Bewilligung und Auszahlung einer Zuwendung.

Kann ein Ausbildungsverhältnis gefördert werden, wenn das ausbildende Unternehmen Insolvenz anmelden musste und der Auszubildende von einem neuem Unternehmen (= Antragsteller) übernommen wird ?

Ja, dies ist möglich, sofern ein neuer Ausbildungsvertrag mit dem antragstellenden Unternehmen erfolgt und das Unternehmen dies auch entsprechend nachweisen kann. Eine Förderung erfolgt dann für die Dauer der noch verbleibenden Ausbildungszeit.

Wann ist eine Weiterbildungsmaßnahme beendet?

Wenn die Weiterbildung durchgeführt und die Rechnung bezahlt wurde.

Wann erfolgt die Auszahlung des Betrages der zu fördernden Maßnahmen?

Förderprogramm De-minimis:

Eine Auszahlung (bis höchstens zum bewilligten Zuwendungsbetrag) erfolgt:

  1. nach Eintritt der Bestandskraft des Zuwendungsbescheides (1 Monat nach Zugang) -sowie-
  2. Vorlage des Verwendungsnachweises und Prüfung hierzu ggf. angeforderter Belege

Förderprogram Aus- und Weiterbildung

Bei Weiterbildungsmaßnahmen erfolgt die Auszahlung der Fördermittel nach Durchführung der Maßnahmen und fristgerechter Vorlage des Verwendungsnachweises (31.03. des auf die Antragstellung folgenden Jahres) im Rahmen der zuvor bewilligten Mittel.

Bei der Ausbildungsförderung erfolgt die Auszahlung der Zuwendung im Rahmen der zuvor bewilligten Mittel auf Antrag grundsätzlich in vier Teilbeträgen jeweils nach Vorlage der Zwischennachweise (I - III) sowie nach Abschluss der Ausbildungsmaßnahme durch die Vorlage des Verwendungsnachweises (Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der Ausbildung).

Die erste (Teil-)Zahlung ist frühestens nach dem erfolgreichen Ableisten der Probezeit (in der Regel 3 Monate) und Vorlage des Zwischennachweises (I) möglich.

Wo erhalte ich Formulare bzw. Antragsunterlagen?

Diese Unterlagen können Sie über die Internetseiten des BAG herunterladen.

Hinweis: Bitte beachten Sie die dort genannten Antragsfristen.

Welcher Zeitpunkt bzw. welche Frist ist in Bezug auf die Förderfähigkeit einer Ausbildungsmaßnahme entscheidend?

Zum Einen muß der Antrag auf Förderung vollständig bis zum 15. Januar beim Bundesamt eingegangen sein.

Zum Anderen muß die Ausbildungsmaßnahme innerhalb des Bewilligungszeitraums durchgeführt werden. Der Bewilligungszeitraum ist der Zeitraum vom Eingang des vollständigen Antrags beim Bundesamt (frühestens jedoch der 01. Januar) bis zum Ablauf des Ausbildungsvertrages.

Wann erfolgt die Auszahlung der bewilligten Zuwendung für Weiterbildungsmaßnahmen?

Nachdem Sie bzw. Ihr Unternehmen einen (bestandskräftigen) Zuwendungsbescheid vom BAG erhalten und die Weiterbildungsmaßnahmen termingerecht durchgeführt haben, müssen Sie das Formular „Verwendungsnachweis“ (ggf. mit erforderlichen Anlagen) ausgefüllt und unterschrieben bis zum 31. März des der Antragstellung folgenden Jahres an das Bundesamt für Güterverkehr senden.

Das Formular „Verwendungsnachweis“ sowie ggf. weitere erforderliche Formulare können Sie auf der Internetseite des BAG herunterladen.

Das Bundesamt prüft die eingereichten Unterlagen. Anschließend erhalten Sie bzw Ihr Unternehmen eine Mittelung über das Ergebnis der Prüfung (Ergebnismitteilung). Gleichzeitig wird die Auszahlung des Förderbetrages (in Höhe des Prüfungsergebnisses) veranlasst.

Was ist unter dem Begriff "Bewilligungszeitraum" zu verstehen?

Mit "Bewilligungszeitraum" ist der Zeitraum gemeint, in dem die bewilligte Maßnahme tatsächlich durchgeführt und beendet werden muss.

Der Bewilligungszeitraum beginnt mit dem Eingang des -vollständigen- Antrags beim Bundesamt für Güterverkehr und endet grundsätzlich mit Ablauf des jeweils zur Förderperiode gehörenden aktuellen Kalenderjahres. Der Bewilligungszeitraum kann (abhängig vom Antragseingang) frühestens ab 01.01. des Förderjahres beginnen.

Erhält das antragstellende Unternehmen eine Bestätigung über den Eingang des Förderantrages beim Bundesamt?

Eine Eingangsbestätigung erfolgt automatisch per Email, sofern im Förderantrag eine gültige Email-Adresse angegeben wurde. (Diese Eingangsbestätigung begründet jedoch noch keinen Anspruch auf die Bewilligung oder Auszahlung einer Zuwendung).

Das antragstellende Unternehmen möchte eine mehrjährige Weiterbildung (z.B. Verkehrsfachwirt) fördern lassen. Wie ist hier der Ablauf des Verfahrens ?

Der Antrag muss vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme beim BAG eingereicht werden. Im Antrag muss erkennbar sein, dass es sich um eine mehrjährige Weiterbildung handelt, d.h. voraussichtl. Beginn/ Ende müssen dementsprechend eingetragen werden (z.B. Beginn 01.03.2012, Ende 01.03.2013). Ebenfalls sind die Kosten für den gesamten Zeitraum der Weiterbildungsmaßnahme anzugeben.
Der Verwendungsnachweis kann erst nach Abschluß der mehrjährigen Weiterbildung eingereicht werden. Dies bedeutet, daß auch die Auszahlung der Fördersumme erst nach Abschluß der gesamten Weiterbildung erfolgen kann.

In welcher Höhe wird ein Ausbildungsverhältnis zum Berufskraftfahrer gefördert ?

Bei betrieblichen Ausbildungsverhältnissen zum Berufskraftfahrer / zur Berufskraftfahrerin werden als zuwendungsfähige Kosten pro erfolgreich durchgeführtem und abgeschlossenem Ausbildungsverhältnis pauschal 50.000 Euro anerkannt. Dieser Pauschalbetrag beinhaltet alle förderfähigen Kosten. Die Förderhöhe beträgt bei KMU 70 % (35.000 Euro) und bei anderen Antragstellern 60 % (30.000 Euro) der zuwendungsfähigen Kosten.

Welche Anlagen müssen dem Antrag auf Förderung (Förderantrag) beigefügt werden?

a-Pflichtanlage:
Kopie der amtlichen Bescheinigung über die in der Bundesrepublik Deutschland erteilte Zulassung mindestens eines Lkw über 12 zGG zum Verkehr auf öffentlichen Straßen (Zulassungsbescheinigung Teil I bzw. Fahrzeugschein), Fahrzeugaufstellung durch eine Straßenverkehrsbehörde oder des Kraftfahrzeugs-Haftpflichtversicherers oder aktueller Bescheid über die Kraftfahrzeugsteuer (Diese Unterlagen müssen Angaben zum zulässigen Gesamtgewicht und zur Fahrzeugart enthalten).

-Falls der Platz im Antrag nicht für die von Ihnen beantragten Maßnahmen ausreicht, tragen Sie die restlichen Maßnahmen in Anlage 1 ein und fügen Sie diese dem Antrag bei.

-Pflichtanlage für Großunternehmen:
(Unternehmen die mehr als 250 Beschäftige und einen Jahresumsatz von über 50 Mio. EUR haben oder deren Jahresbilanzsumme mehr als 43 Mio. € beträgt)

Zusätzlich zu den obigen Anlagen ist für Großunternehmen die Einreichung einer formlosen Analyse zum Anreizeffekt Pflicht. Das Unternehmen muss hierbei anhand geeigneter Unterlagen plausibel darlegen, dass die Massnahmen (Weiterbildungen/Ausbildungen) ohne Förderung nicht im gleichem Umfang durchgeführt werden würden. Es bietet sich hierbei an darzustellen, in wie weit die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens durch die Förderung im Bereich Weiterbildung/Ausbildung (im Vergleich dazu Unternehmensentwicklung ohne Förderung) erhöht wird.

In der Analyse muß eines oder mehrere der folgenden Kriterien nachgewiesen werden:

a)Aufgrund der Förderung kommt es zu einer signifikanten Zunahme des Umfangs der Aus- oder Weiterbildungen im Unternehmen. Von einer signifikanten Zunahme kann ab einem Zuwachs von 10 % und mehr gegenüber dem gleichen Zeitraum vor der Förderung ausgegangen werden.

b)Aufgrund der Förderung kommt es zu einer signifikanten Zunahme der Reichweite des Vorhabens/der Tätigkeit. Von einer signifikanten Zunahme kann ab einem Zuwachs von 10 % und mehr gegenüber dem gleichen Zeitraum vor der Förderung ausgegangen werden

c)Aufgrund der Förderung kommt es zu einem signifikanten Anstieg des Gesamtbetrages der vom Unternehmen für Weiterbildung aufgewendeten Mittel. Von einem „signifikanten“ Anstieg des Eigenanteils des Zuwendungsempfängers kann grundsätzlich bei einem Anstieg von 20 % oder mehr ausgegangen werden.

d)Der Abschluss des betreffenden Vorhabens/der betreffenden Tätigkeit würde durch eine Förderung signifikant beschleunigt. Von einer „signifikanten“ Beschleunigung der Maßnahme kann grundsätzlich bei einer Verkürzung um mindestens 25 % (gegenüber benötigtem Zeitraum ohne Förderung) ausgegangen werden.

Welcher Zeitpunkt ist in Bezug auf die Förderfähigkeit einer Maßnahme ausschlaggebend?

Ausschlaggebend für die Förderfähigkeit einer Maßnahme ist (neben der grundsätzlich erforderlichen generellen Förderfähigkeit) der Zeitpunkt des vollständigen Antragseingangs beim Bundesamt für Güterverkehr sowie der Zeitpunkt der Durchführung der Maßnahme. Maßnahmen dürfen erst im Bewilligungszeitraum durchgeführt werden, d.h. (abhängig v. Antragseingang) frühestens ab. 01. Januar des Förderjahres. Es kann also bei noch ausstehender Entscheidung über den Förderantrag mit der Durchführung von Maßnahmen zwar grundsätzlich begonnen werden, ohne jedoch einen Anspruch auf Bewilligung einer Zuwendung zu erlangen. Maßgeblich ist hier der Zuwendungsbescheid.

Beschränkt sich die Förderfähigkeit im Bereich Weiterbildung auf festangestellte Beschäftigte des Unternehmens?

Nein. Auch die Weiterbildung von Beschäftigten, die nicht in einem Dauerarbeitsverhältnis zum geförderten Unternehmen stehen, ist förderfähig.

Welcher Zeitpunkt ist in Bezug auf die Förderfähigkeit einer Maßnahme ausschlaggebend?

Der Antrag muß bis zum Ende der Antragsfrist der Förderperiode beim Bundesamt vorliegen.

Die Weiterbildungsmaßnahmen müssen innerhalb des Bewilligungszeitraums abgeschlossen sein. Der Bewilligungszeitraum ist der Zeitraum vom Eingang des vollständigen Antrags beim Bundesamt (frühestens jedoch der 01. Januar) bis zum Ende des Kalenderjahres.

Welche Kosten sind bei extern durchgeführten Weiterbildungsmaßnahmen zuwendungsfähig ?

Bei extern durchgeführten Maßnahmen sind grundsätzlich die vom Weiterbildungsträger in Rechnung gestellten Schulungskosten förderfähig. Hierunter fallen Seminargebühren und erforderliche Aufwendungen für Schulungsmaterial.

Welche Weiterbildungsmaßnahmen können gefördert werden?

Die förderfähigen Weiterbildungsmaßnahmen sind in der Anlage zur Förderrichtlinie aufgeführt. Hierbei handelt es sich nicht um eine abschließende Auflistung. Zu beachten ist, dass die beantragten Weiterbildungen im direkten Zusammenhang mit der Beförderung von Gütern in Kraftfahrzeugen stehen.

Welche Kosten fallen unter die Pauschale von 40 € pro Schulungstag und Teilnehmer?

Alle Kosten - ausgenommen Personalkosten für die Ausbilder (bei internen Maßnahmen) bzw. die Schulungskosten (bei externen Maßnamen) - werden durch die Pauschale von 40 € abgegolten, insbesondere Reise- und Unterbringungskosten, Mehraufwendungen für Verpflegung (Tagegeld), Personalkosten der Teilnehmer (Lohnausfall für das Unternehmen) sowie Abschreibung von Werkzeugen und Ausrüstungsgegenständen sowie Schulungsmaterial.

Welche Kosten sind bei intern durchgeführten Weiterbildungsmaßnahmen zuwendungsfähig ?

Bei intern durchgeführten Weiterbildungsmaßnahmen werden die Personalkosten für die Ausbilder als zuwendungsfähige Kosten anerkannt. Für sonstige laufende Aufwendungen des unternehmensinternen Ausbilders, insbesondere Reise- oder Schulungskosten, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

Ich bin Mieter bzw. Leasingnehmer eines bzw. mehrerer schwerer Nutzfahrzeuge im Sinne der Förderrichtlinie. Ist mein Unternehmen förderfähig ?

Das Unternehmen hat bei Antragstellung nachzuweisen, dass mindestens eins der im Antragsvordruck angegebenen Fahrzeuge auf das Unternehmen als Halter zugelassen ist. Maßgeblich für den Nachweis der Haltereigenschaft ist die Eintragung in den Zulassungsbescheinigungen (Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I).

Änderungen von Angaben zum Halter eines Kraftfahrzeugs sind der Zulassungsbehörde gemäß § 13 Abs. 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) unverzüglich mitzuteilen, sodass davon ausgegangen werden kann, dass der in den Zulassungsbescheinigungen eingetragene Halter auch der tatsächliche Halter des Fahrzeugs ist.

Wann ist ein Unternehmen förderfähig?

Das Unternehmen muss Halter oder Eigentümer mindestens eines zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassenen schweren Nutzfahrzeuges (LKW) sein. Wenigstens ein LKW muss ein zulässiges Gesamtgewicht (zGG) von 12 t (Tonnen) oder mehr aufweisen und ausschliesslich zur Güterbeforderung betimmt sein.

Unternehmen, die nur eine Fahrzeugkombination aus einem Lkw unter 12 t zGG und einem Anhänger einsetzen, sind nicht förderfähig, auch wenn diese Fahrzeugkombination zusammen genommen ein zGG über 12 t hat.

Kann eine Umschulung zum Berufskraftfahrer gefördert werden ?

Ja, dies ist möglich, sofern die Umschulung nicht durch das Arbeitsamt gefördert wird und keine Kofinanzierung vorliegt.

Wann erfolgt die Zahlung der bewilligten Ausbildungsförderung?

1. Teilzahlung (nach Ablauf der Probezeit)
Nachdem das Unternehmen einen rechtskräftigen Zuwendungsbescheid erhalten und die Ausbildung des Berufskraftfahrers /der Berufskraftfahrerin begonnen hat, kann nach Ablauf der Probezeit erstmals eine Zahlung (1.Teilzahlung) erfolgen.

Hierzu müssen Sie bzw. Ihr Unternehmen das ausgefüllte Formular „Verwendungsnachweis“ (der Förderperiode, zu der die Beantragung der Förderung erfolgt ist) und die notwendigen Anlagen beim Bundesamt einreichen. Das Formular und die benötigten Anlagen können Sie auf der Internetseite des BAG herunterladen. Füllen Sie das Formular "Verwendungsnachweis" aus und kreuzen Sie im Kopf das Feld "1. Zwischennachweis" an. Als zu erbringende Nachweise für den Ausbildungsabschnitt vom Beginn der Ausbildung bis zum 31. Dezember des gleichen Jahres sind dem Verwendungsnachweis der Ausbildungsvertrag und ein Nachweis über die erfolgreiche Beendigung der Probezeit (Bestätigung des Arbeitgebers und eine Gehaltsabrechnung des auf die Probezeit folgenden Monats) beizufügen.

2. Teilauszahlung (nach Ende des 1. Ausbildungsjahres)
Nach Beendigung des 1. Ausbildungsjahres kann der 2. Teilbetrag ausgezahlt werden. Hierzu muß das Unternehmen das ausgefüllte Formular "Verwendungsnachweis" beim Bundesamt einreichen (bitte im Kopf das Feld "2. Zwischennachweis" ankreuzen). Als zu erbringende Nachweise für den Ausbildungsabschnitt 01.Januar 2012 bis zum Ende des 1. Ausbildungsjahres sind dem Verwendungsnachweis ein Nachweis über das Bestehen des Ausbildungsverhältnisses durch Bestätigung der zuständigen Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (IHK) bzw. eine aktuelle Gehaltsabrechnung beizufügen.

3. Teilauszahlung (nach Ende des 2. Ausbildungsjahres)
Nach Beendigung des 2. Ausbildungsjahres kann der 3. Teilbetrag ausgezahlt werden. Hierzu muß das Unternehmen das ausgefüllte Formular "Verwendungsnachweis" beim Bundesamt einreichen (bitte im Kopf das Feld "3. Zwischennachweis" ankreuzen). Als zu erbringende Nachweise für den Ausbildungsabschnitt Beginn des 2. Ausbildungsjahres bis Endes des 2. Ausbildungsjahres sind dem Verwendungsnachweis ein Nachweis über das Bestehen des Ausbildungsverhältnisses durch Bestätigung der zuständigen Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz (IHK) bzw. eine aktuelle Gehaltsabrechnung beizufügen.

4. Teilauszahlung (nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung)
Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung kann der 4. und letzte Teilbetrag ausgezahlt werden. Hierzu muß das Unternehmen das ausgefüllte Formular "Verwendungsnachweis" beim Bundesamt einreichen (bitte im Kopf das Feld "4. Zwischennachweis" ankreuzen). Als zu erbringende Nachweise für das 3. Ausbildungsjahr bzw. den Abschluss der Ausbildung ist dem Verwendungsnachweis ein Prüfungsnachweis beizufügen.

Was ist bei einer intern durchgeführten Weiterbildung zu beachten?

Grundsätzlich sind nur solche Weiterbildungen förderfähig, die nicht ausschließlich den gegenwärtigen oder zukünftigen Arbeitsplatz der Teilnehmer in dem begünstigten Unternehmen betreffen und die eine Qualifikation vermitteln, welche in hohem Maße auch auf andere Unternehmen und Arbeitsfelder übertragbar ist.

Außerdem sind folgende Punkte zu beachten:

  1. Die didaktische Eignung des weiterbildenden Mitarbeiters muss nachgewiesen werden (z.B. durch Vorlage der Ausbildereignungsprüfung oder eines ähnlichen Zertifikates). Darüber hinaus ist auf Anforderung ein entsprechender Nachweis über die fachliche Qualifiktaion des weiterbildenden Mitarbeirs vorzulegen.
  2. Die Schulungskosten müssen durch Vorlage der Gehaltsnachweise des weiterbildenden Mitarbeits dargelegt werden.
  3. Dem Bundesamt ist eine genaue Beschreibung der intern durchgeführten Schulung (Schulungsplan und Schulungsunterlagen) vorzulegen.
  4. Eine Schulung muss mindestens 4 Stunden und sollte höchstens 1 bis 2 Tage andauern, damit ein nachhaltiger Schulungscharakter erreicht wird. Abweichungen hiervon sind mit einer detaillierten Ablaufplanung belegen.
  5. In der Regel wird eine Schulung durch einen Mitarbeiter durchgeführt. Abweichungen bedürfen einer besonderen Begründung.

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