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BAG veröffentlicht Bericht zu den Arbeitsbedingungen im Güterverkehrs- und Logistikbereich

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, vor allem im Hinblick auf den Masterplan Güterverkehr und Logistik, die aktuelle Arbeitsmarktsituation sowie die Arbeitsbedingungen in verschiedenen Berufsfeldern des Transport- und Logistikgewerbes untersucht.

Laufende Nr. 06
Datum 17.04.2008

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, vor allem im Hinblick auf den Masterplan Güterverkehr und Logistik, die aktuelle Arbeitsmarktsituation sowie die Arbeitsbedingungen in verschiedenen Berufsfeldern des Transport- und Logistikgewerbes untersucht. Im Einzelnen bezieht sich die Studie auf Speditionskaufleute, Berufe der Lagerwirtschaft sowie Schienenfahrzeugführer.

Aufgrund der guten Konjunkturlage der letzten Jahre hat sich die Nachfrage der Unternehmen nach Speditionskaufleuten deutlich erhöht und übersteigt in verschiedenen Regionen das Angebot. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat spürbar zugenommen. Da die Anforderungen an Speditionskaufleute im Hinblick auf IT-Kenntnisse, Kundenorientierung und Fremdsprachenkenntnisse deutlich gestiegen sind, besteht bei den Auszubildenden eine Tendenz zu höheren Bildungsabschlüssen. Die Arbeit der Speditionskaufleute ist auf der einen Seite durch eine hohe physische und psychische Arbeitsbelastung geprägt. Auf der anderen Seite finden sie auch außerhalb des Verkehrsgewerbes vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten, so dass ein reger Wettbewerb zwischen den Unternehmen des Verkehrsgewerbes und anderer Branchen um die leistungsfähigsten Speditionskaufleute besteht.

Der Bereich der Lagerwirtschaft ist durch einen hohen Anteil gering qualifizierter Mitarbeiter geprägt. Aufkommensspitzen werden oft durch Zeitarbeiter oder „400 Euro-Kräfte“ ausgeglichen. Die Arbeitsbedingungen mit hohen körperlichen und teilweise psychischen Belastungen bedingen relativ hohe Krankenstände und eine überdurchschnittliche Fluktuation. Ein Mangel an Arbeitskräften für den Lagerbereich ist zur Zeit nicht festzustellen, jedoch steigen auch hier die fachlichen Anforderungen an das Personal. Dementsprechend hat das Gewerbe seine Ausbildungsanstrengungen erhöht, und es wurden neue Ausbildungsberufe geschaffen.

Die überdurchschnittliche Leistungssteigerung der staatlichen und privaten Eisenbahnen hat den Bedarf an Lokführern in den letzten Jahren deutlich erhöht. Vielerorts besteht ein Mangel an Lokführern. Diese Situation hat zu verstärkten Ausbildungsaktivitäten der Unternehmen geführt. Dabei werden Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte mit anderen geeigneten Berufsabschlüssen einer dreijährigen spezifischen Berufsaus-bildung vorgezogen. Der Mangel an Lokführern ist auch auf die wenig attraktiven Arbeitsbedingungen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und längeren Abwesenheitszeiten von zu Hause zurückzuführen. Diese Entwicklung hat zu einer insgesamt nicht ausgewogenen Altersstruktur bei den Beschäftigten geführt.

Die vollständige Studie steht ab sofort zum Download bereit.




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