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Sicheres Radfahren mit innovativer Solarbeleuchtung zwischen Frankfurt a.M. und Darmstadt

Köln. – Die Regionalpark RheinMain Südwest GmbH testet auf dem Radschnellweg zwischen Frankfurt a.M. und Darmstadt ein innovatives Beleuchtungskonzept. Ziel ist es, die Sicherheit und den Komfort der Radfahrenden zu steigern und zugleich dem Artenschutz in natursensiblen Gebieten gerecht zu werden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Modellprojekt mit rund 1,25 Mio. Euro. Der Zuwendungsbescheid wurde heute durch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) versandt, welches das Förderprogramm als Projektträger umsetzt.

Laufende Nr. 058
Datum 02.11.2021

Bundesminister Andreas Scheuer: Auf Radschnellwegen fahren Radler über lange Strecken bequem auf der Überholspur. Damit sie sicher unterwegs sind, brauchen sie eine gute Streckenbeleuchtung. Wie sich eine moderne und klimafreundliche Beleuchtung im Einklang mit Natur- und Artenschutz umsetzen lässt – das soll auf dem Radschnellweg zwischen Frankfurt und Darmstadt erforscht werden. Den Bau des Radschnellwegs fördern wir bereits – jetzt unterstützen wir auch dieses innovative Vorhaben. Über eine Million Euro stellen wir dafür zur Verfügung. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen dabei helfen, einen neuen Standard für die Beleuchtung von Radwegen zu etablieren. Damit gehen wir einen weiteren Schritt Richtung Fahrradland Deutschland.

Die Regionalpark RheinMain Südwest GmbH plant den Radschnellweg von Frankfurt nach Darmstadt durchgehend zu beleuchten. Damit soll die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden der Radfahrenden erhöht werden. Die Strecke verläuft teilweise durch sensible Waldgebiete, in denen Fledermäuse und andere Tierarten leben. Ziel ist es, die Beleuchtung so zu gestalten, dass die Tiere möglichst wenig beeinträchtigt werden und die Radfahrenden sicher unterwegs sein können. Auf einer Teststrecke im Frankfurter Stadtwald werden Studien durchgeführt, um somit die bestmögliche Beleuchtungsvariante zu identifizieren. Es ist geplant, für die Beleuchtung moderne und klimafreundliche LED-Solartechnik einzusetzen. Durch infrarotbasierte Bewegungserkennung sollen die Leuchten nur bei Bedarf hochgeregelt und anschließend wieder herabgedimmt werden. So wird auch den artenschutzrechtlichen Belangen Rechnung getragen.

Das BMVI fördert innovative Modellprojekte, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern. Beleuchtungslösungen für Radverbindungen, die sich mit dem Arten- und Immissionsschutz vereinbaren lassen, gewinnen zunehmend an Relevanz. Mit dem geförderten Vorhaben soll ein neuer Standard für die Beleuchtung von Radwegen gesetzt werden, der auch auf andere Regionen übertragbar sein wird, in denen sicheres Radfahren, Umweltverträglichkeit und Artenschutz miteinander vereinbart werden sollen.

Die förderfähigen Gesamtausgaben für die Planung und Umsetzung des Vorhabens betragen 1,565 Mio. Euro, wovon rund 1,252 Mio. Euro durch das BMVI gefördert werden. Dies entspricht einer Förderquote von 80%. Die Fertigstellung des modellhaften Beleuchtungsvorhabens ist bis Ende 2023 vorgesehen.

Der Radschnellweg Frankfurt a.M. – Darmstadt wird mit Finanzhilfen des Bundes nach der Verwaltungsvereinbarung zum Bau von Radschnellwegen in Straßenbaulast der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände (VV Radschnellwege 2017 - 2030) gebaut. Mehr Informationen:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/radschnellwege.html

Neben diesem Modellvorhaben für innovative Radwegbeleuchtung fördert das BMVI u.a. auch die fahrradfreundlichen, barrierefreien Zufahrten zur Kaiserbrücke der Städte Mainz und Wiesbaden sowie den Lückenschluss des Siegtalradweges mit der Flussauenquerung bei Etzbach im Landkreis Altenkirchen.

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort „Förderprogramme“ auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter www.bag.bund.de.


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Bundesamt
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Josef Thiel

Werderstraße 34
50672 Köln


Telefon 0221/5776-1120
Telefon 0221/5776-1121

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