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BMVI fördert „Radfahrtunnel Georgsberg“

Köln. – Die Stadt Passau beabsichtigt, im Rahmen einer Verkehrsoptimierung zwischen zwei Ortsteilen einen eigenständigen Tunnel für Radfahrende und zu Fuß Gehende zu bauen. Sie erhält für dieses Vorhaben eine Zuwendung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist Projektträger für das Förderprogramm.

Laufende Nr. 051
Datum 17.09.2021

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: "Jetzt ist es endlich soweit! Wir übernehmen den Löwenanteil der Planungs- und Baukosten und machen den Radlertunnel Passau damit möglich. Radfahrende aber auch Fußgängerinnen und Fußgänger sind in Zukunft sicher und schnell zwischen Altstadt und Ilzstadt unterwegs."

Das BMVI fördert innovative Modellprojekte, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern. Die derzeitige Verbindung zwischen dem Passauer Stadtkern und dem Ortsteil Ilzstadt spiegelt eine in vielen Städten übliche Situation wider. Auf dieser Route gibt es keine separate Führung für den Radverkehr. Um die stark von Kfz befahrene Fahrspur zu vermeiden, wird in der Praxis häufig auf die Gehwege ausgewichen.

Diese Nutzungskonflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsarten und das Unfallrisiko für alle Verkehrsteilnehmenden möchte die Stadt Passau mit der geplanten fortschrittlichen Lösung in Form eines eigenständigen Tunnels für den Rad- und Fußverkehr entschärfen. Durch die räumliche Trennung vom motorisierten Individualverkehr (MIV) wird eine sichere, schnelle und attraktive Wegverbindung geschaffen. Dabei werden nicht nur die objektiven Sicherheits- und Komfortaspekte beachtet, sondern auch das subjektive Engegefühl innerhalb eines relativ schlanken Tunnelbauwerks – etwa durch ein ansprechendes Farb- und Beleuchtungskonzept. Somit verspricht das Projekt, das Passauer Radnetz um einen nutzerfreundlichen, konfliktfreien und modernen Teilabschnitt zu ergänzen und damit zusätzliche Anreize zum Umstieg auf das Fahrrad zu setzen.

Das Vorhaben der Stadt soll bis Ende 2024 umgesetzt werden. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesverkehrsministeriums für innovative Modellprojekte im Radverkehr gefördert. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist Projektträger für das Förderprogramm. Von den geplanten Gesamtausgaben in Höhe von rund 4,1 Mio. Euro werden 80 % durch Bundesmittel finanziert, was einer Zuwendungssumme von rund 3,3 Millionen Euro entspricht. Für das Programm zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland stellt das BMVI von 2020 bis 2026 insgesamt rund 155 Millionen Euro zur Verfügung. Seit dem Förderaufruf 2019 sind etwa 150 Interessenbekundungen eingegangen. Davon wurden bisher 40 Vorhaben als grundsätzlich förderwürdig bewertet.

Neben dem Radfahrtunnel Georgsberg fördert das BMVI z.B. die Warnowbrücke in Rostock, den Umbau des „Ballindamm“ in Hamburg sowie die Planung einer Radvorrangroute in Nordrhein-Westfalen zwischen Düren und Jülich.

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort „Förderprogramme“ auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter www.bag.bund.de.


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